Unsichtbare Regeln – Interkulturelle Begegnungen erleben, verstehen und gestalten

Ein erfahrungsorientierter Kurs mit Simulationen, Reflexion und digitalen Werkzeugen

Eine Besprechung verläuft anders als gedacht, ein Feedback kommt falsch an, ein Schweigen bleibt unverständlich. Wer in Bildungseinrichtungen, internationalen Projekten oder mehrsprachigen Teams arbeitet, kennt solche Momente. Meist liegt es nicht an mangelndem Willen, sondern an unsichtbaren Regeln: unausgesprochenen Erwartungen an Kommunikation, Rollen, Zeit oder Höflichkeit. Was für die eine Person selbstverständlich ist, wirkt auf eine andere irritierend, unverständlich oder sogar verletzend.

Dieser Kurs macht diese Regeln sichtbar. In einem geschützten Rahmen erleben die Teilnehmenden solche Situationen selbst und werten sie gemeinsam aus. Mit Simulationen, Gruppenübungen, Perspektivwechseln und Fallarbeit erkunden sie, wie Missverständnisse entstehen, welche eigenen Deutungsmuster sie mitbringen und wie Verständigung auch unter Unsicherheit gelingt. Digitale Werkzeuge unterstützen das Lernen im Kurs und darüber hinaus.

Im Mittelpunkt stehen dabei Erfahrungen wie:

  • die Irritation, wenn vertraute Regeln plötzlich nicht mehr gelten,
  • die Herausforderung, ohne gemeinsame Sprache oder eindeutige Orientierung zu handeln,
  • die Frage, wie neue Regeln miteinander ausgehandelt werden können.

Zielgruppe und Sprache

Der Kurs findet auf Deutsch statt und richtet sich insbesondere an Lehrkräfte 

  • für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, 
  • in Berufsschulen,
  • in der Erwachsenenbildung und
  • NGOs.

Er eröffnet zugleich einen europäischen Austausch darüber, wie Fremdheit wahrgenommen, sprachlich verhandelt und in pädagogischen Kontexten reflektiert werden kann. Vorkenntnisse in interkultureller Kommunikation sind nicht nötig, wohl aber die Offenheit, Neues auszuprobieren und eigene Perspektiven zu hinterfragen.

Lernziele

Nach dem Kurs können die Teilnehmenden:

  • unausgesprochene Regeln und Erwartungen in Kommunikation, Rollen- und Zeitverständnis erkennen und benennen,
  • Missverständnisse analysieren und zwischen Beobachtung, Deutung und Bewertung unterscheiden,
  • eigene Deutungsmuster und blinde Flecken reflektieren,
  • Handlungsstrategien für Unsicherheit anwenden, etwa Nachfragen, Metakommunikation und das Aushandeln gemeinsamer Regeln,
  • Fremdheitserfahrungen auch aus der Perspektive von Lernenden nachvollziehen und sprachsensibel begleiten,
  • Simulationen und Reflexionsmethoden für den eigenen Unterricht adaptieren,
  • digitale Werkzeuge für interkulturelles Lernen einsetzen.

Ergebnisse

Die Teilnehmenden nehmen mit: eine Sammlung erprobter Methoden für den eigenen Unterricht, einen persönlichen Aktionsplan für die Umsetzung und ein europäisches Netzwerk für kollegialen Austausch.

​​​KURSTERMINE

2027

04.10-09.10.2027 Lissabon, Portugal

18.10-23.10.2027 Lissabon, Portugal

Wenn sie als Gruppe (mindestens 4 Teilnehmer) teilnehmen möchten und der oben genannte Zeitplan für Sie nicht in Frage kommt, können Sie uns gerne einen anderen Termin vorschlagen!

Die Kurssprache ist Deutsch.

Die Kursgebühr beträgt 500€.

Kursorte:

  • Lissabon, Portugal
  • Ponta Delgada, Azoren

Ein detailliertes Programm ist auf Anfrage erhältlich!

Wir kommen auch gerne zu ihrer Einrichtung. Im Rahmen von Erasmus+ können sie uns als Experten einladen.

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